Sie möchten Ihre Säule 3a zu einem günstigeren oder renditestärkeren Anbieter wechseln? Das ist möglich — und mit dem richtigen Vorgehen ohne Steuernachteile. Wir erklären wie.
Wichtig: Übertrag statt Bezug
Heben Sie das Geld nicht bar ab und zahlen Sie es beim neuen Anbieter wieder ein — das gilt als steuerpflichtiger Bezug! Der korrekte Weg ist ein direkter Übertrag von Anbieter zu Anbieter.
Vergleichen Sie Anbieter und eröffnen Sie ein neues Säule 3a Konto beim Wunschanbieter. Das geht oft komplett online in 10 Minuten.
Fragen Sie beim neuen Anbieter nach dem Übertragungsformular. Viele Anbieter (z.B. VIAC, finpension) bieten diesen Service direkt in der App an.
Füllen Sie das Formular aus und senden Sie es an Ihren bisherigen Anbieter. Geben Sie die IBAN des neuen Kontos an.
Der alte Anbieter überweist das Geld direkt an den neuen Anbieter. Dies dauert in der Regel 2–8 Wochen. Wertschriften werden zuerst verkauft.
Sobald das Geld angekommen ist, wählen Sie Ihre Anlagestrategie beim neuen Anbieter. Fertig!
| Anbieter | Übertragungsgebühr | Hinweis |
|---|---|---|
| VIAC | Kostenlos | Kein Ausgabeaufschlag |
| finpension | Kostenlos | Direkt in der App |
| Frankly (ZKB) | Kostenlos | |
| Kantonalbanken | CHF 0–100 | Je nach Bank unterschiedlich |
| UBS / CS | CHF 50–150 | Oft Verkaufsgebühren für Fonds |
| Versicherungen | Oft nicht möglich | Oder mit erheblichem Verlust |
Nein — bei den meisten Anbietern muss das gesamte Konto übertragen werden. Sie können aber mehrere Konten haben und nur eines wechseln.
Sie werden beim alten Anbieter verkauft und der Erlös wird übertragen. Beim neuen Anbieter können Sie dann neu investieren. Kursschwankungen während dieser Zeit sind möglich.
Das ist oft schwierig oder mit Verlusten verbunden. Versicherungsverträge haben oft Rückkaufswerte, die unter dem eingezahlten Betrag liegen. Prüfen Sie dies genau.
Nein — der Steuerabzug gilt für alle Einzahlungen im Steuerjahr, unabhängig von einem Wechsel. Zahlen Sie beim neuen Anbieter normal weiter ein.